Steckbecken (Bettpfanne) richtig verwenden: Ratgeber für Pflege & Klinik 2026
Vom behutsamen Unterlegen über die Materialwahl bis zur Aufbereitung im Steckbeckenspüler: Was Pflegekräfte und pflegende Angehörige über Steckbecken wissen sollten.
HaseMed Ratgeber · Aktualisiert am
Inhalt
Was ist ein Steckbecken und wann wird es eingesetzt?
Ein Steckbecken – umgangssprachlich auch Bettpfanne oder Schieber genannt – ist eine flache Schale, die bettlägerigen Menschen im Liegen oder halb aufgerichtet untergeschoben wird, um Urin und Stuhl aufzufangen. Typische Modelle für Erwachsene sind rund 31 cm lang, vorn abgeflacht und hinten leicht erhöht, damit sie sich mit möglichst wenig Anheben des Beckens platzieren lassen.
Eingesetzt wird das Steckbecken überall dort, wo der Weg zur Toilette vorübergehend oder dauerhaft nicht möglich ist: auf Krankenhaus- und Reha-Stationen (etwa nach Operationen oder bei strenger Bettruhe), im Pflegeheim und in der häuslichen Pflege bei stark eingeschränkter Mobilität. Es gehört zur Grundausstattung fast jeder Station und jedes gut vorbereiteten Pflegehaushalts.
Wichtig ist die Abgrenzung zu verwandten Hilfsmitteln: Eine Urinflasche fängt ausschließlich Urin auf und ist für viele Situationen die schnellere, schonendere Lösung – mehr dazu in unserem Ratgeber zu Urinflaschen & Urinalen. Ein Toilettenstuhl ist die bessere Wahl, sobald ein Transfer aus dem Bett mit Unterstützung möglich ist. Das Steckbecken bleibt das Mittel der Wahl, wenn die Person das Bett nicht verlassen kann und auch Stuhlgang im Bett versorgt werden muss.
Steckbecken richtig unterlegen: Schritt für Schritt
Das Unterlegen eines Steckbeckens gehört zu den Grundfertigkeiten der Pflegeausbildung – und zugleich zu den intimsten Momenten im Pflegealltag. Eine gute Vorbereitung nimmt beiden Seiten die Anspannung: Händedesinfektion und Handschuhe, eine saugfähige Unterlage ins Bett, das Steckbecken griffbereit (Edelstahl bei Bedarf mit warmem Wasser anwärmen und abtrocknen) und der Person in Ruhe erklären, was als Nächstes geschieht. Tür schließen, Sichtschutz aufstellen, die Bettdecke nur so weit wie nötig zurückschlagen – die Wahrung der Intimsphäre ist kein Extra, sondern Teil fachlich guter Pflege.
Brückentechnik: wenn die Person mithelfen kann
- Kopfteil flach oder nur leicht erhöht stellen, Beine anwinkeln lassen, Füße fest auf die Matratze.
- Die Person hebt das Becken an („Brücke“), bei Bedarf mit einer Hand unter dem Kreuzbein unterstützen.
- Das Steckbecken mit der flachen Seite voran unter das Gesäß schieben; die breitere Auflagefläche zeigt zum Rücken.
- Position prüfen: Das Gesäß liegt mittig über der Öffnung, nichts kneift oder drückt.
Seitenlagen-Technik: bei immobilen Personen
- Die Person vorsichtig auf die Seite drehen – zu sich hin oder zur zweiten Pflegekraft.
- Das Steckbecken fest an das Gesäß anlegen und mit einer Hand in Position halten.
- Die Person mitsamt dem gehaltenen Steckbecken zurück auf den Rücken rollen.
- Sitz kontrollieren und behutsam nachjustieren, ohne das Becken über die Haut zu ziehen.
Anschließend das Kopfteil leicht erhöhen, sofern medizinisch nichts dagegenspricht – eine halbaufrechte Position erleichtert die Ausscheidung spürbar. Klingel in Reichweite legen und, wenn es vertretbar ist, kurz den Raum verlassen. Zum Entfernen dieselbe Technik rückwärts anwenden und das Becken ruhig und waagerecht halten, damit nichts verschüttet wird. Danach die Haut reinigen und sorgfältig trocknen, das Steckbecken mit dem Deckel verschließen und zur Aufbereitung bringen.
Materialvergleich: Kunststoff oder Edelstahl?
Beide Materialien haben ihre Berechtigung – die Wahl hängt vom Einsatzort und von der geplanten Aufbereitung ab. Die folgende Übersicht vergleicht Steckbecken aus Kunststoff mit Deckel und aus Edelstahl mit Deckel:
| Kriterium | Kunststoff (PP) mit Deckel | Edelstahl mit Deckel |
|---|---|---|
| Gewicht | Leicht, auch einhändig gut zu handhaben | Spürbar schwerer, dafür sehr standfest |
| Wärmegefühl | Nimmt schnell Körperwärme an, wird als angenehmer empfunden | Fühlt sich anfangs kühl an; vor Gebrauch mit warmem Wasser anwärmen |
| Aufbereitung | Beständig gegenüber gängigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln; Eignung für den Steckbeckenspüler laut Herstellerangaben prüfen | Glatte, porenfreie Oberfläche; sehr unempfindlich gegenüber Desinfektionsmitteln und hohen Temperaturen |
| Autoklavierbarkeit | Je nach Kunststoff nur eingeschränkt; die Angaben des Herstellers sind maßgeblich | Edelstahl ist grundsätzlich dampfsterilisierbar (Verfahren nach DIN EN ISO 17665) |
| Lebensdauer | Robust und bruchsicher; die Oberfläche kann mit den Jahren Kratzer oder Verfärbungen zeigen | Sehr langlebig und korrosionsbeständig, auch bei häufiger maschineller Aufbereitung |
Kurz gefasst: Für die häusliche Pflege und häufiges Umlagern spricht vieles für das leichte Kunststoffmodell, während Kliniken und Einrichtungen mit maschineller Aufbereitung und Sterilisationsanforderungen häufig Edelstahl bevorzugen. HaseMed führt beide Varianten in einer Standardlänge von ca. 31 cm.
Deckel und Geruchskontrolle: diskret durch den Pflegealltag
Ein passender Deckel ist beim Steckbecken mehr als Zubehör: Er reduziert Gerüche und Spritzer auf dem Weg zum Ausguss oder Fäkalienraum, schützt die Umgebung und wahrt die Würde der versorgten Person – gerade im Mehrbettzimmer oder wenn Besuch im Haus ist. Beide HaseMed Steckbecken werden deshalb standardmäßig mit Deckel geliefert.
Für den Alltag haben sich einfache Regeln bewährt: Das benutzte Steckbecken sofort verschließen und zügig entleeren, nicht abgedeckt im Zimmer stehen lassen. Nach der Reinigung Becken und Deckel getrennt und vollständig trocknen lassen – Restfeuchte unter dem Deckel begünstigt Geruchsbildung. Kurzes Stoßlüften nach der Versorgung gehört ebenfalls dazu.
Hartnäckige Gerüche entstehen meist nicht am Material, sondern an Rückständen in Kratzern oder unter Rändern. Hilfreich sind gründliche Reinigung mit Bürste, regelmäßige Desinfektion und bei alten, stark verkratzten Kunststoffbecken schlicht der Austausch. Auf stark parfümierte Sprays als Dauerlösung besser verzichten – sie überdecken nur.
Aufbereitung in Klinik und Pflegeheim: Steckbeckenspüler, RDG und Sterilisation
In Kliniken und Pflegeheimen werden Steckbecken in der Regel maschinell aufbereitet: im Steckbeckenspüler (Reinigungs- und Desinfektionsgerät für Behälter für menschliche Ausscheidungen), dessen Anforderungen die Norm DIN EN ISO 15883-3 beschreibt. Das Gerät entleert, reinigt und desinfiziert thermisch in einem geschlossenen Prozess – ohne dass Personal mit dem Inhalt in Kontakt kommt.
Die Wirksamkeit der thermischen Desinfektion wird über den A0-Wert beschrieben, eine Kenngröße aus Temperatur und Einwirkzeit. Welcher A0-Wert für Steckbecken gefordert ist, legt der Hygieneplan der Einrichtung auf Grundlage der einschlägigen Empfehlungen fest; üblich ist für Ausscheidungsbehälter ein Wert von mindestens A0 60, bei erhöhten Anforderungen entsprechend mehr.
Wo darüber hinaus Sterilisation gefordert ist, spielt Edelstahl seine Stärke aus: Er ist grundsätzlich für die Dampfsterilisation nach DIN EN ISO 17665 geeignet, während Kunststoffe je nach Typ nur begrenzt temperaturbeständig sind. Maßgeblich bleiben immer die Herstellerangaben zum jeweiligen Produkt und die Vorgaben der Hygieneverantwortlichen vor Ort.
Häusliche Pflege: Reinigung ohne Steckbeckenspüler
Zu Hause steht kein Steckbeckenspüler zur Verfügung – mit einer festen Routine lässt sich trotzdem ein gutes Hygieneniveau erreichen. Bewährt hat sich folgender Ablauf nach jeder Nutzung:
- Handschuhe anziehen, Inhalt in die Toilette entleeren und mit dem Deckel verschlossen transportieren.
- Zuerst mit kaltem Wasser ausspülen – heißes Wasser lässt eiweißhaltige Rückstände gerinnen und haften.
- Mit Sanitärreiniger und einer eigenen, nur dafür genutzten Bürste gründlich reinigen, auch unter dem Rand und am Deckel.
- Regelmäßig – und immer bei Infekten im Haushalt – mit einem geeigneten Flächendesinfektionsmittel nach Herstellerangabe (Konzentration, Einwirkzeit) desinfizieren.
- Becken und Deckel vollständig trocknen lassen und trocken lagern; danach Händehygiene.
Zwei Punkte sind besonders wichtig: Das Steckbecken gehört nicht in die Geschirrspülmaschine, in der auch Geschirr gereinigt wird, und Bürste wie Handschuhe sollten ausschließlich für diesen Zweck reserviert sein. Wird eine infektiöse Erkrankung ärztlich festgestellt, fragen Sie das Pflege- oder Praxisteam nach zusätzlichen Desinfektionsmaßnahmen.
Haut beobachten: Steckbecken und Dekubitus-Prävention
Der Rand eines Steckbeckens übt naturgemäß Druck auf Kreuzbein und Gesäß aus – genau die Regionen, die bei bettlägerigen Menschen ohnehin dekubitusgefährdet sind. Deshalb gilt: Die Zeit auf dem Steckbecken so kurz wie möglich halten, die Person nicht längere Zeit unbeobachtet darauf liegen lassen und das Becken nie über die Haut ziehen, sondern anheben und umlagern.
Nach jeder Nutzung die Haut reinigen, sanft trocknen und kurz inspizieren: Feuchtigkeit durch Urin oder Schweiß weicht die Haut auf und erhöht das Risiko zusätzlich. Achten Sie auf Rötungen, die nach Entlastung nicht innerhalb kurzer Zeit abblassen – das kann ein frühes Warnzeichen sein.
Wichtig einzuordnen: Diese Hinweise ersetzen keine individuelle Einschätzung. Bei anhaltenden Rötungen, Druckstellen oder wunden Hautarealen sollte zeitnah eine Pflegefachkraft oder Ärztin bzw. Arzt die Haut beurteilen – Dekubitus-Prävention ist immer eine Gesamtstrategie aus Lagerung, Hautpflege, Ernährung und geeigneten Hilfsmitteln.
Einweg-Steckbecken aus Pappe oder Mehrweg?
In vielen Kliniken sind Einweg-Steckbecken aus gepresster Zellulose (Pappe) verbreitet: Sie werden in einen wiederverwendbaren Halter eingesetzt und nach Gebrauch samt Inhalt in einem Fäkalienvernichter (Mazerator) entsorgt. Der Vorteil liegt auf der Hand – keine Aufbereitung des Beckens selbst, was insbesondere bei Isolationspflege und Ausbruchsgeschehen geschätzt wird. Voraussetzung ist allerdings die passende Entsorgungstechnik, die es im häuslichen Umfeld praktisch nie gibt.
Mehrweg-Steckbecken aus Kunststoff oder Edelstahl sind dagegen die Lösung für die häusliche Pflege und für Einrichtungen mit Steckbeckenspüler: Sie sind über lange Zeit wiederverwendbar, vermeiden laufenden Verbrauchsmaterialbedarf und Abfall – erfordern aber die konsequente Reinigung und Desinfektion, wie in den vorherigen Abschnitten beschrieben. Für die meisten Pflegehaushalte ist ein gutes Mehrwegbecken mit Deckel die praktikablere Wahl.
Auswahl-Checkliste: Darauf kommt es beim Kauf an
Steckbecken sehen auf den ersten Blick ähnlich aus – die Unterschiede zeigen sich im Detail. Diese Punkte helfen bei der Auswahl:
- Größe: Rund 31 cm Länge gelten für Erwachsene als Standard; das Becken sollte das Gesäß sicher abdecken, ohne unnötig breit aufzutragen.
- Form: Ein vorn abgeflachter, möglichst niedriger Rand erleichtert das Unterlegen – wichtig bei Schmerzen, nach Operationen und bei Dekubitusrisiko.
- Stabilität und Tragkraft: Das Becken darf sich unter Belastung nicht verwinden; bei höherem Körpergewicht auf eine entsprechend stabile Ausführung achten und die Herstellerangaben prüfen.
- Griffe bzw. Griffzonen: Ein griffiger Rand oder ausgeformte Griffbereiche machen das Einschieben und das waagerechte Heraustragen deutlich sicherer.
- Deckel: Für Geruchskontrolle und diskreten Transport praktisch unverzichtbar – idealerweise passgenau und leicht abnehmbar.
- Material und Aufbereitung: Kunststoff für leichtes Handling zu Hause, Edelstahl für maschinelle Aufbereitung und Sterilisation (siehe Materialvergleich oben).
- Glatte, fugenarme Oberfläche: Je weniger Kanten und Vertiefungen, desto leichter die Reinigung.
Kostenübernahme: Pflegekasse und andere Kostenträger
In Deutschland kann ein Steckbecken im Rahmen der häuslichen Pflege als Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI berücksichtigt werden – ob und in welcher Form, hängt vom Einzelfall ab, insbesondere vom anerkannten Pflegegrad und der Pflegesituation zu Hause. Maßgeblich ist das Pflegehilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen; die Entscheidung trifft die zuständige Kasse.
Der praktische Weg: Sprechen Sie mit der Pflegekasse der versicherten Person oder mit dem Pflegedienst bzw. Sanitätshaus Ihres Vertrauens, bevor Sie kaufen. Dort erfahren Sie, welche Nachweise nötig sind und ob im konkreten Fall eine Kostenübernahme oder Bezuschussung in Betracht kommt. Diese Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine verbindliche Auskunft der Kasse.
Für Einrichtungen: Standardisierung, Kennzeichnung, Schichtbetrieb
In Pflegeheimen und Kliniken entscheidet weniger das einzelne Steckbecken über die Hygienequalität als die Organisation drumherum. Drei Stellschrauben haben sich bewährt:
Standardisierung: Wer stationsweit auf ein einheitliches Modell setzt, vereinfacht die maschinelle Aufbereitung (passende Halterungen im Steckbeckenspüler), die Lagerhaltung und die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen. Auch Deckel bleiben austauschbar, wenn alle Becken vom gleichen Typ sind.
Kennzeichnung: Je nach Hygienekonzept werden Steckbecken entweder bewohnerbezogen zugeordnet und entsprechend markiert oder nach jeder Nutzung zentral aufbereitet und in den allgemeinen Bestand zurückgeführt. Wichtig ist eine eindeutige Trennung von rein und unrein – räumlich und im Ablauf.
Schichtbetrieb: Klare Zuständigkeiten verhindern, dass benutzte Becken „liegen bleiben“: Wer entleert, wer bringt zur Aufbereitung, wo steht der saubere Bestand? Eine ausreichende Stückzahl je Wohnbereich – inklusive Reserve für Nacht- und Wochenendschichten – gehört ebenso dazu wie die Deckelpflicht für jeden Transport über den Flur.
Steckbecken bei HaseMed: das Sortiment im Überblick
HaseMed führt beide in diesem Ratgeber beschriebenen Varianten – jeweils mit Deckel und in der bewährten Standardlänge von ca. 31 cm:
- HaseMed Steckbecken mit Deckel aus Kunststoff, 31 cm – leicht, bruchsicher und beständig gegenüber gängigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln; die erste Wahl für die häusliche Pflege und den mobilen Einsatz.
- HaseMed Steckbecken mit Deckel aus Edelstahl, ca. 31 cm – rostfrei, mit dicht schließendem Deckel und glatten, sehr pflegeleichten Oberflächen; ideal für Einrichtungen mit hohen Aufbereitungsanforderungen.
Weitere Hilfsmittel rund um die Versorgung im Bett – von Urinflaschen bis zu Inkontinenzartikeln – finden Sie in der Kategorie Pflege & Inkontinenz. Und wenn ausschließlich Urin aufgefangen werden soll, lohnt ein Blick in unseren Ratgeber zu Urinflaschen & Urinalen.
Steckbecken, Urinflasche oder Toilettenstuhl: Unterschiede auf einen Blick
Die Suche nach einer Bettpfanne für Frauen oder Männer führt häufig auch zu Urinflaschen und Toilettenstühlen. Die Produkte unterscheiden sich vor allem darin, wo sie eingesetzt werden und welche Ausstattung dazugehört. Eine Gegenüberstellung hilft, das gesuchte Hilfsmittel beim Beratungsgespräch eindeutig zu benennen.
| Hilfsmittel | Produktform | Frage für die Auswahl |
|---|---|---|
| Steckbecken oder Bettpfanne | Flaches Auffanggefäß für Ausscheidungen bei der Versorgung im Bett. | Welche Form, Maße und Materialausführung passen zur geplanten Versorgung? |
| Urinflasche oder Urinschiffchen | Auffanggefäß für Urin mit entsprechend geformter Öffnung. | Welche Öffnungs- und Griffform wurde für die Person ausgewählt? |
| Toilettenstuhl | Sitzgelegenheit mit integriertem Auffangbehälter außerhalb des Betts. | Welche Anforderungen bestehen an Sitz, Platz und Unterstützung beim Wechsel dorthin? |
Die Stiftung ZQP stellt diese Hilfsmittel in ihrer Übersicht zu Inkontinenz vor. Für die Beschaffung ist hilfreich, neben dem Produktnamen auch die vorhandene Bett- oder Zimmerausstattung und die beteiligten Betreuungspersonen zu notieren.
Die verschiedenen Flaschenmodelle erläutert der Ratgeber Urinflaschen für Männer und Frauen. Wenn bereits ein Hilfsmittel gut in den Alltag passt, bewahren Sie dessen genaue Bezeichnung für Nachbestellungen auf.
Pflegeplatz und Material für eine Bettpfanne vorbereiten
Eine durchdachte Ausstattung beginnt mit den vorhandenen Platzverhältnissen. Wo können Becken und Deckel bereitgestellt werden? Ist ein geschützter Lagerplatz frei? Finden Angehörige und Vertretungen die benötigten Materialien? Ein einfacher Stellplan auf Papier kann helfen, Ablagen und Laufwege im Zimmer vor einer Anschaffung zu überblicken.
- Becken und Deckel: Zusammengehörige Modelle in der Bestandsliste erfassen und den vorgesehenen Ablageplatz benennen.
- Persönliche Dinge: Für Brille, Telefon oder Rufmöglichkeit einen eigenen Platz einplanen, der beim Bereitstellen von Material frei bleibt.
- Zusätzliche Unterlagen: Gewünschte Größe und Stückzahl in die Einkaufsliste aufnehmen. Der Ratgeber Bettschutzunterlagen erläutert die unterschiedlichen Produktarten.
- Vertretung: Auf einer kurzen Liste festhalten, wo Ersatzmaterial liegt und wer die Bestellung übernimmt.
Für den Übergang aus einer Klinik nach Hause ist es praktisch, diese organisatorischen Fragen vor der Entlassung zu sammeln. Pflegeberatung kann bei der Planung und beim Umgang mit Hilfsmitteln unterstützen; das erläutert die Stiftung ZQP auf ihrer Seite zur Pflegeberatung.
Steckbecken kaufen: Angebote und Lieferumfang vergleichen
Vergleichen Sie bei einer Bettpfanne den vollständigen Lieferumfang. Ein Deckel, ein Tragegriff oder eine bestimmte Materialausführung sollten ausdrücklich in der jeweiligen Produktbeschreibung stehen. Prüfen Sie außerdem, ob sich die Preisangabe auf ein einzelnes Becken oder auf ein Gebinde bezieht. Für die Nachbestellung sind Artikelnummer und Modellname hilfreicher als eine allgemeine Bezeichnung wie „Bettpfanne groß“.
| Vergleichspunkt | Eintrag in Ihrer Einkaufsliste |
|---|---|
| Modell | Vollständige Produktbezeichnung und Artikelnummer. |
| Material | Die angebotene Kunststoff- oder Edelstahlausführung. |
| Abmessungen | Länge, Breite und Höhe aus den Produktangaben. |
| Zubehör | Enthaltener Deckel und zusätzlich benötigte Artikel. |
| Menge und Preis | Benötigte Becken, Stückzahl im Angebot und Versandkosten. |
Als konkrete Modelle stehen das HaseMed Steckbecken aus Kunststoff mit Deckel und das HaseMed Steckbecken aus Edelstahl mit Deckel zum Vergleich. Für Einrichtungen kann eine gemeinsame Liste von Becken, Zubehör und geplantem Ersatzbestand die Angebotsanfrage vereinfachen.
Quellen für die ergänzende Einkaufs- und Pflegeplanung
- Stiftung ZQP: Inkontinenz, Überblick über unterschiedliche Hilfsmittel.
- Stiftung ZQP: Beratung zur Pflege, Unterstützung bei der Organisation und bei Fragen zu Hilfsmitteln.
- Die oben verlinkten HaseMed Produktseiten zu Kunststoff- und Edelstahl-Steckbecken: Modellangaben und Lieferumfang.
Bei einer Bestellung für mehrere Zimmer kann die Bedarfsliste je Zimmer oder Station gegliedert werden. Über die Großhandelsanfrage können Sie die ausgewählten Modelle und Mengen für ein konkretes Angebot zusammenstellen.
Unsere Produkte
Lagernd
HaseMed Bettpfanne mit Deckel, Kunststoff 31 cm
8,32 €
je Verkaufseinheit
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Ab 3 Verkaufseinheiten: 7,13 € je Verkaufseinheit
Lagernd
HaseMed Steckbecken aus Edelstahl mit Deckel
28,55 €
je Verkaufseinheit
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Ab 3 Verkaufseinheiten: 24,98 € je Verkaufseinheit
Lagernd
HaseMed Urinflaschen für Frauen, PP, autoklavierbar
3,56 €
je Verkaufseinheit
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Ab 5 Verkaufseinheiten: 3,20 € je Verkaufseinheit
Häufige Fragen
Wie oft muss ein Steckbecken gereinigt werden?
Nach jeder Nutzung: Inhalt in die Toilette entleeren, mit kaltem Wasser ausspülen, mit Sanitärreiniger und eigener Bürste reinigen und vollständig trocknen lassen. In Einrichtungen übernimmt das der Steckbeckenspüler; zu Hause kommt regelmäßig – und bei Infekten immer – ein geeignetes Desinfektionsmittel dazu.
Kunststoff oder Edelstahl – welches Steckbecken ist besser?
Keins ist pauschal besser. Kunststoff ist leicht, fühlt sich schneller körperwarm an und ist für die häusliche Pflege meist die praktischere Wahl. Edelstahl ist schwerer, dafür extrem langlebig und grundsätzlich dampfsterilisierbar – die bevorzugte Lösung, wo maschinell aufbereitet oder sterilisiert wird.
Wie lege ich einer immobilen Person ein Steckbecken unter?
Mit der Seitenlagen-Technik: die Person vorsichtig auf die Seite drehen, das Steckbecken fest an das Gesäß anlegen und festhalten, dann die Person mitsamt Becken zurück auf den Rücken rollen und den Sitz kontrollieren. Bei schweren oder schmerzempfindlichen Personen erleichtert eine zweite Pflegekraft den Ablauf erheblich.
Wie lange darf jemand auf dem Steckbecken liegen bleiben?
So kurz wie möglich. Der Beckenrand drückt auf Kreuzbein und Gesäß – Regionen mit hohem Dekubitusrisiko. Bleiben Sie in Rufweite, entfernen Sie das Becken direkt nach der Ausscheidung und kontrollieren Sie die Haut. Rötungen, die nach der Entlastung nicht rasch abblassen, sollte zeitnah eine Pflegefachkraft oder ärztliches Personal beurteilen.
Darf das Steckbecken in die Spülmaschine?
Nein – jedenfalls nicht in der Maschine, in der auch Geschirr gereinigt wird. Aus hygienischer Sicht gehören Ausscheidungsbehälter und Essgeschirr strikt getrennt. Zu Hause reichen kaltes Vorspülen, gründliche Reinigung mit eigener Bürste und regelmäßige Desinfektion; in Einrichtungen ist der Steckbeckenspüler der vorgesehene Weg.
Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für ein Steckbecken?
In Deutschland kann ein Steckbecken je nach Einzelfall als Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI berücksichtigt werden, insbesondere bei anerkanntem Pflegegrad und häuslicher Pflege. Verbindlich entscheidet die Pflegekasse – fragen Sie dort oder im Sanitätshaus vor dem Kauf nach.
Was hilft gegen Gerüche beim Steckbecken?
Vier Dinge: den Deckel konsequent nutzen, das Becken sofort entleeren und reinigen, Becken und Deckel getrennt vollständig trocknen lassen und kurz lüften. Hält sich ein Geruch trotzdem, sitzen meist Rückstände in Kratzern – dann gründlich bürsten, desinfizieren und stark verkratzte Kunststoffbecken ersetzen.
Welche Größe ist beim Steckbecken die richtige?
Für Erwachsene gilt eine Länge von rund 31 cm als bewährter Standard – groß genug, um das Gesäß sicher abzudecken, und zugleich handlich beim Unterlegen. Beide HaseMed Steckbecken (Kunststoff und Edelstahl) entsprechen diesem Maß. Bei sehr zierlichen Personen oder Kindern kann ein kleineres Modell sinnvoll sein; lassen Sie sich im Zweifel vom Pflege- oder Sanitätsfachpersonal beraten.
Fachlich geprüft
Geprüft vom HaseMed Produktteam
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-07
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